Trocken- und Brennschwindung

ceramix-bilderclip_image002_0002Nach der Formgebung ist der Rohscherben zunächst feucht. Er enthält mechanisch eingeschlossenes Wasser, physiochemisch und chemisch gebundenes Wasser. Daher verliert der Rohling beim Trocknen und Brennen einen bestimmten Prozentsatz an Volumen.
Dies ist die Gesamtschwindung, die sich aus Trocken- und Brennschwindung zusammensetzt. Nach dem Trocknen der Scherbenrohlinge in verschiedenen Trockenschränken lässt sich anhand der in feuchtem Zustand gesetzten Schwindungsmarken die Trockenschwindung berechnen. Durch den Brennvorgang wird das restliche physiochemisch und chemisch gebundene Wasser entfernt. Daraus resultiert die Brennschwindung als Verhältnis der Schwindungsmarken nach dem Brennen zu ihrem Abstand vor dem Brand in Prozent.

Die jeweiligen Schwindungen hängen stark von der Rezeptur der Rohmasse ab. Die Kenntnis dieser Schwindungen befähigt zur Einhaltung von Maß- und Formtoleranzen.